Wochenmarkt

Lieblingsgerichte vom Wochenmarkt

Elisabeth Raether
Lieblingsgerichte vom Wochenmarkt
Die besten saisonalen Rezepte aus dem ZEITmagazin

riva
ISBN: 978-3-7423-1081-1
2019

Unsere Freundin B. hat immer sehr von Elisabeth Raether geschwärmt, weil sie einen so tollen Stil hat. Und ja, das finde ich auch. Ihre ZEIT-Kolumnen sind wunderbar. Nach “Das Beste vom Wochenmarkt” hat sie sie hier als “Lieblingsgerichte vom Wochenmarkt” herausgebracht.

Schon beim Vorwort fühle ich mich verstanden. Da schreibt sie, dass ihr bei den üblichen Rezeptbeschreibungen oft fehle, zu welcher Stimmung das jeweilige Gericht passe. Oh ja! Es gibt eine Stimmung für fruchtige Tartes und es gibt eine Stimmung für Rotweinspaghetti, jawoll! Neulich waren wir in der für Rotweinspaghetti, oder “Betrunkene Spaghetti”, wie es bei Raether heißt. Und sie schreibt, die seien ideal für auf dem Sofa mit Jogginghose. Und man kann sie nach einem langen Tag noch machen, weil die so einfach sind, kriegt man das gerade so noch hin. Im Grunde kocht man Spaghetti mit ein bisschen Knoblauch und Chili in einer Flasche Rotwein und streut hinterher Parmesan drüber. Was soll da schon schiefgehen?

Betrunkene Spaghetti
Betrunkene Spaghetti. Foto: Annabell Bils

Ebenfalls Soulfood ist das Ratatouille mit Safran. Elisabeth Raether behauptet, ihres sei das Beste und ja, sie hat recht. Es ist anders als alle Ratatouilles, die man gewohnt ist und die oft eine leichte Bitternote durch Aubergine und Rosmarin haben. Bei diesem werden die Auberginen zuerst im Ofen gebacken und die Prise Safran verleiht dem Ganzen etwas unglaublich Orientalisches.

Ratatouille mit Safran. Foto: Annabell Bils

Außerdem gibt es erfreulich viele Rezepte mit Pastis, wie dieses Huhn mit Fenchel. Super Anisnote, passt ganz großartig zu einem Sommeressen auf dem Balkon.

Brathuhn mit Fenchel und Pastis. Foto: Annabell Bils

Wie der Name schon vermuten lässt, ist es ein saisonales Kochbuch, das heißt, der Aufbau kommt mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter aus. Das ist schön, weil dadurch auch die Dessertgerichte im Buch verstreut sind und nicht, wie sonst üblich, nur am Ende zu finden sind. Und dann sind da auch drei Mangoldrezepte hintereinander oder drei für Konfitüren, das finde ich einfach großartig. Und ja, B. hat recht, der Stil ist wunderbar. Es ist somit auch wieder mal ein Lesebuch, man kann es auch an Leute ganz ohne Lust am Kochen verschenken, weil es einfach Spaß macht, darin zu lesen.

Ganz eindeutig 5 out of 5 stars (5 / 5).

Schreibe einen Kommentar

achtzehn − vierzehn =

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.