Meine japanische Küche.

Meine japanische Küche

Stevan Paul
Meine japanische Küche
Rezepte für jeden Tag
Hölker Verlag
ISBN-10: 3881179518
2017

Nach “Deutschland vegetarisch” hier ein weiteres Buch von Stevan Paul. Darauf aufmerksam geworden bin ich unter anderem durch den großartigen Podcast “Völlerei und Leberschmerz”, bei dem er erzählt: Über den Geschmacksverstärker Parmesan, Haselnussschokolade & Erdnussflips, über sein neues Buch “Kochen” und Miso-Spaghetti. Die Miso-Spaghetti sind das eine Rezept, das nicht japanisch ist und dass er nur aus Spaß veröffentlicht hat, gleichzeitig sind sie aber das am meisten nachgekochte Rezept aus dem Kochbuch “Meine japanische Küche”, um das es heute geht.

Stevan Paul schreibt dieses Buch aus der Sicht eines Deutschen in Japan. Das ist schön, denn es liest sich ganz viel Faszination für diese Küche heraus und ist gleichzeitig ein Reisebericht. Direkt zu Beginn geht es um Warenkunde: Katsubushi zum Beispiel (kenne ich von David Chang aus einer alten Episodenreihe von “Mind of a Chef”) oder Dashi, Reisessig oder Saucen.

Und dann reist man mit: In das Sushi-Restaurant, bei dem man stundenlang in der Kälte des frühen Morgen am Eingang stehen muss und dann Sushi bekommt, nach dessen Verzehr man nie wieder in Deutschland Sushi essen möchte. Es geht aber auch um Essen im Alltag und um die japanische Kultur.

Die Rezepte sind von leicht bis mittelmäßig aufwendig und sehr gut nachzukochen (klappt immer). Ich habe natürlich die oben genannten Miso-Spaghetti gemacht, die wirklich superlecker und ganz, ganz einfach zu machen sind.

Spaghetti mit Miso
Spaghetti mit Miso. Foto: Annabell Bils

Außerdem brauchte ich an den Tagen, an denen es dieses Jahr schon so warm war, etwas Frisches. Radieschen waren im Haus und so wurde es zum einen der Radieschen- und zum anderen der Gurkensalat. Beide mit deutlicher asiatischer Note, obwohl die Zutaten doch soooo deutsch daherkommen.

Radieschen- und Gurkensalat
Radieschen- und Gurkensalat. Foto: Annabell Bils

Ich mag das sehr gern mit dem gerösteten Sesam und der leichten Schärfe. Beim Radieschensalat gefällt mir auch, dass man zumindest einen Teil der Blätter verwendet (wenn man nicht den Salat macht, kann man daraus auch ein superleckeres Pesto machen). Stevan Paul schreibt dazu, dass der Salat am nächsten und übernächsten Tag sogar noch besser schmecke, dann nur runzliger werde. Bei mir hat er die nächste Stunde nicht überlebt…

Das Buch ist aufgeteilt in die schon genannte Warenkunde, dann geht es um Dashi, Miso und Ramen-Nudelsuppen, dann kommen Sushi und Sashemi (das ist auch ein tolles Kapitel) und Tempura. Ich bin gar keine große Freundin von Tempura, aber ich habe mir fest vorgenommen, aus diesem Buch mal etwas auszuprobieren. Dann geht es um den japanischen Grill und Izakaya und Familienküche. Es folgen ein paar vegetarische Gerichte und dann Desserts und Sake.

Am Ende sei noch erwähnt, dass das Buch wirklich wunderschön aussieht. Es ist ohne festen Buchrücken gebunden und direkt auf den zusammengebundenen Seiten bedruckt. Cover und Rücken haben eine Holzoptik, die sehr schick ist.

Wieder ein 5 out of 5 stars (5 / 5)-Kochbuch.

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