Harumis japanische Küche

Harumi Kurihara
Harumis japanische Küche: Klassisch – einfallsreich – einfach zuzubereiten
Dorling Kindersley Verlag
2006
ISBN 9783831008803

Obwohl es schon von fast 15 Jahre alt ist, ist dieses Kochbuch noch immer modern. Der Originaltitel in englischer Sprache wurde 2004 mit dem „Gourmand World Cookbook Award“ ausgezeichnet und Harumi Kurihara ist laut Wikipedia sogar “die japanische Martha Stewart”.

“Harumis japanische Küche” ist ein Buch zum Einstieg, aber auch für Fortgeschrittene. Es zeigt eine japanische Küche, die über Sushi und Ramen hinaus geht, obwohl diese beiden natürlich auch zu finden sind.

Mit Ramen hat es bei mir auch angefangen. Als ich noch im Ruhrgebiet wohnte, waren wir hin und wieder in Düsseldorf, um im dortigen japanischen Viertel Ramen zu essen. Und irgendwie wollte ich mehr lernen über diese Küche. Dieses Kochbuch erschien ein guter Einstieg, deshalb landete es schnell auf meinem Wunschzettel. Gekocht habe ich Ramen, nach einem Rezept, das man schnell und einfach zu Hause kochen kann, ohne stundenlang Knochenbrühe auszukochen oder Miso herzustellen. Es ist deshalb natürlich nicht 100% vergleichbar mit den Suppen aus Düsseldorf, aber es ist eine sehr gute Suppe mit viel Einlage.

Ramen
Ramen.
Foto: Annabell Bils

Im Kochbuch heißt sie “Nudelsuppe auf chinesische Art (Ramen)” und wird mit Instant-Hühnerbrühe zubereitet. Dazu kommt Fleischbrühe vom Schwein und gekochte Schweinelende. Die Menma-Bambussprossen habe ich durch die ersetzt, die ich bekommen konnte, außerdem habe ich Frühlingszwiebeln hinzugefügt. Die Autorin gibt zu dem Gericht noch folgende Anregung:

“Vielleicht kennen Sie den Spielfilm “Tampopo”, in dem es u.a. um die Suche nach der perfekten Brühe geht. Er gewährt große Einblicke in die Kunst der Ramen-Zubereitung. Unbedingt sehenswert!”
S. 46

Sushi wird nur auf 8 Seiten vorgestellt, was aber super ist, weil es keine Grenzen mit vorgefertigten Rezepten setzt, sondern die Zubereitungsmethode zeigt und dann Raum lässt für eigene Zubereitungsarten. So wird gezeigt, wie der Sushi-Reis angesetzt wird, welche Zutaten wichtig sind, wie gerollt und geformt wird und was die Unterschiede zwischen Nigiri, Maki oder Oba sind.

Das Buch ist mit 160 Seiten eher dünn und ist unterteilt in

  • Vorspeisen und Häppchen
  • Suppen und Nudeln
  • Reis
  • Tofu
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Huhn und Ei
  • Fleisch
  • Sushi
  • Gemüse
  • Desserts und Tee

In jeder Kategorie gibt es 7 bis 10 Rezepte, so dass das Buch insgesamt nicht zu überladen ist. Außerdem erfährt die Leserin etwas über die Grundlagen der japanischen Küche, beispielsweise über Geschirr und die Ästhetik des Anrichtens. Was ich etwas schade finde, ist dass Instant-Produkte zur Anwendung kommen. Auch, wenn ich es für den Hausgebrauch positiv finde, dass ich keine Knochenbrühe kochen muss, hätte mich zumindest interessiert, wie es geht.

Von mir gibt es dafür:3 out of 5 stars (3 / 5)

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